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Die Ereignisse zur Wende in Malchow und Umgebung

 

Inhaltliche Kurzvorstellung des Heftes 16 zur Stadtgeschichte von Malchow
„Die Ereignisse zur Wende in Malchow und Umgebung“

 

Angeregt durch das Jubiläum „25 Jahre Mauerfall“ im Jahre 2014 trafen sich monatlich über einen
Zeitraum von fünf Jahren die Autoren E.- A. Ismail, K. Drawe, K. Hinrichs, H. Sauer und I. Ehlers,
um die Wendeereignisse in Malchow und Umgebung zu dokumentieren. Gerade die aufregende und
spannende Zeit von Beginn der Proteste im Oktober 1989 bis zum Jahresende verdiente es, im
Sinne der Erinnerungskultur vor dem Vergessen bewahrt und von Beteiligten für die nachfolgenden
Generationen aufgeschrieben zu werden.
Die akribische Suche und Auswertung schriftlicher Anhaltspunkte im Archiv des
Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen in Neubrandenburg, im Landesarchiv Schwerin, das die
Unterlagen der Volkspolizei und der SED Kreisleitung aufbewahrt, im Stadtarchiv Malchow und in
den kirchlichen Unterlagen im Pfarrhaus wurde durch Befragungen und Erinnerungen zahlreicher
Malchower ergänzt.
Pünktlich zur dreißigsten Wiederkehr des ersten Bittgottesdienst in der Malchower Stadtkirche
(27.10.1989) konnte die Broschüre zur Erinnerung an die friedliche Revolution am 27.10.2019 der
Öffentlichkeit übergeben werden. Sie enthält eine genaue Abfolge der Ereignisse in Malchow vom
22.10. bis 31.12.1989 in übersichtlicher Chronologie. Es wurden zu den sieben Friedensandachten,
den staatlichen Reaktionen auf kommunaler Ebene, den Aktivitäten zur Problematik des
MdI-Heimes und zur Staatsjagd, sowie den Bemühungen des Ministeriums für Staatssicherheit
beeindruckende Dokumente beigesteuert. Auch die Recherchen in der damaligen lokalen und
überregionalen Presse („Freie Erde“, „Neuer Deutschland“) sind zur Abrundung der thematischen
Aufarbeitung eingefügt.
Ein Zitat aus dem Vorwort des Malchower Bürgermeisters R. Putzar bringt den Wert dieses Heftes
16 zur Malchower Stadtgeschichte auf den Punkt: „Zeitzeugen und Aktivisten haben sich gefunden,
für uns und die Nachwelt die Geschehnisse in Malchow festzuhalten. Authentisch, ohne große
subjektive Bewertung, unverfälscht, ohne Überlagerung durch aktuelle Ereignisse und
Erzählungen.“

 

Autorenkollektiv